TERROIR UND ANBAU

BIODIVERSITÄT


Sehr magerer, alkalischer und kalkhaltiger Boden auf hellem Schiefergestein. Dank der Südost-Ausrichtung trocknet die Morgensonne den Tau und minimiert die Entwicklung von Mehltau. Die Höhe des Rebberges und die der Nach-mittagssonne abgewandte Lage bringt ein kühleres Mikroklima, welches für die Entwicklung der Aromen in den Trauben zuträglich ist.

 

Da es noch sehr wenige Erfahrungen mit der Sorte in unserem Klima gibt, lernen wir mit jedem Jahr mehr über ihr Verhalten auf unserem Terroir. So testen wir jedes Jahr neue Schnittsysteme oder auch verschiedene Zeitpunkte und Intensitäten bei den Laubarbeiten, um den optimalen Wuchs, Reifegrad und gewünschten Ertrag zu erreichen.

Der gesamte Rebberg ist trotz kargem Boden seit Beginn mit vielen wilden Pflanzen begrünt und seit 2016 mit selbstgezogenen Wein-pfirsichbäume bepflanzt. 

 

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach wurden im März 2019 in den grösseren Zwischenräumen und Böschungen 26 verschiedene, einheimische Sträucher gepflanzt, welche noch mehr neuen Lebensraum für Insekten und Vögel bieten.

Bei diesen Arbeiten hat sich gezeigt, dass unser Boden bereits jetzt für Walliser Rebberge ausser-ordentlich gesund ist und von viele Regenwürmer und andere Bodenlebewesen bewohnt wird. 

Dies einerseits als Folge der natürlichen Be-grünung und andererseits aufgrund dessen, dass es nicht nötig ist, mehrmals im Jahr mit schweren Maschinen durch die Terrassen zu gehen um zu spritzen und somit den Boden nicht mit dem Gewicht  verdichten.

Im März wurden bereits singende Zaunammern, Zippammern, erste Mönchsgrasmücken und Gartenrotschwänze, Erdhummeln die ein geeignetes Brutloch suchen und natürlich Schmetterlinge beobachtet.

Ab ca Mitte April 2019 wird zusätzlich aus den vorhandenen Schiefersteinen ein 5m2  gros-ser Steinwall angelegt, welcher wertvollen Lebensraum für Hermeline, Eidechsen, Wild-bienen, und Schmetterlingen bietet.

Zusätzlich wird darin eine Nisthilfe für den Wiede-hopf integriert, um die einheimische Population zu fördern.

 

Dies alles fördert die Biodiversität und begünstigt so auch die Entwicklung der Rebstöcke. 

 

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